Schulhund Emil und Frau Andres

Schulhund Emil

Das Konzept 

  • Dem Einsatz von Emil als „Schulhund in Ausbildung“  wurde von allen Gremien an der Schule zu 100% zugestimmt.
  • Emil wird nur in Klassen eingesetzt, in denen Eltern und Schülerinnen und Schüler dem Einsatz ohne Ausnahme zustimmen.
  • Emil begleitet Frau Andres seit Ende Februar zunächst zwei Tage die Woche in die Schule und wird für eine kurze Zeit mit kleinen Schülergruppen Kontakt haben, damit sich alle langsam und vorsichtig aneinander gewöhnen.
  • Dort hat er zunächst auch noch keine spezielle Aufgabe, außer nicht den Unterricht zu stören und durch Ruhen seine positive Wirkung zu entfalten. Es darf und soll zu Körperkontakt zwischen Kindern und Hund kommen – natürlich jedoch beiderseits nur auf freiwilliger Basis und nur solange die Konzentration der Schüler nicht gestört wird.
  • Um auch den Hund zu schützen, wird es in den Klassenräumen einen Hundeplatz geben, auf den Emil sich zurückziehen kann, wenn es ihm zu viel wird.
  • Emils Anwesenheit und Einsatz wird in einem Logbuch dokumentiert und reflektiert, außerdem wird ein Hygieneplan geführt.
  • Emils weitere und spezialisierte Ausbildung zum Schulhund (hierbei sind letztendlich die Einsatzmöglichkeiten mannigfaltig) ist langwierig sowie kosten- und arbeitsintensiv. Sie sollte stets parallel zum Einsatz in der Schule erfolgen, um Theorie und Praxis zu verbinden.

Schulhund– Warum?

 

Psychologische Wirkungen

 

  • Förderung von positivem Selbstwert und positivem Selbstkonzept Sicherheitvermitteln: Ein Schulhund hat einen "Ermutigungseffekt" auf die Schüler und stärkt ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen; er aktiviert, wirkt sich positiv auf Motivation aus, kann Disziplin, Selbst-kontrolle und Selbstwirksamkeit vermitteln; Schüler bekommen über den Hund eine andere Rolle Steigerung exekutiver Funktionen
  • Förderung des Wohlbefindens
    Identifikation mit „ihrem“ Klassen- oder Schulhund; besondere Atmosphäre; Kinder besuchen die Schule lieber; besseres Klassenklima; >90% der Kinder sind vom Hund begeistert, der Rest überwiegend neutral
  • Entspannende & angstlösende Wirkung
    Psychologische Stressreduktion
      Hunde agieren auf der analogen / nonverbalen Ebene (Empathie)
  • Ein Schulhund baut Vertrauen auf und vermittelt Sicherheit; er liebt bedingungslos, nimmt jeden so an, wie er ist und ebnet so den Weg zu mehr Frustrationstoleranz und Kritikfähigkeit
  • Feedback: Hunde reagieren instinktiv, vorurteilsfrei und dadurch grundsätzlich fair. Ein Kind, das von einem Hund gemieden wird, kann sich sicher sein, dieses Verhalten durch eigenes (Fehl-)Verhalten selbst verursacht zu haben. Es muss sich ändern, um Vertrauen zurück zu gewinnen.
Schulhund- Warum nicht?

 

Grundsätzlich gilt: Gibt es in einer Lerngruppe auch nur ein Kind, das sich durch den Hund in seinem Lernen beeinträchtigt sieht, so kann er dort nicht eingesetzt werden.  

 

Weiterhin gilt 

  • Allergien: Studien zufolge ist der Kontakt einzelner Schülerinnen und Schüler zum Hund zu kurz und zu gering, um Allergien zu bewirken. Bei bekanntermaßen allergischen Kindern kam es bislang nur in 2% der Fälle tatsächlich zu einer allergischen Reaktion.
  • Hygiene: Hunde haben einen Eigengeruch, verursachen Dreck und übertragen diesen beim Streicheln auf Kinderhände. Verantwortungs- und rücksichtsvolles Verhalten seitens des Hundeführers und der Hundeklassen muss daher selbstverständlich sein.
  • Ablenkung im Unterricht: Ist laut Studien nach einer überschaubaren Eingewöhnungsphase nicht mehr gegeben; im Gegenteil dominieren die positiven Einflüsse.
  • Angst vor aggressivem Verhalten: Emil durchläuft eine reguläre Ausbildung, beginnend mit der Welpenschule bis hin zur Zeit absolvierten Schulhund-Ausbildung. Sein Verhalten und seine Eignung werden dabei fortlaufend getestet. Er ist von Natur aus friedfertig und kinderlieb, hat den „will to please“, ist zurückhaltend und wird systematisch gegen erratische Bewegungen und ungünstige Berührungen „abgehärtet“, daher ist aggressives Verhalten extrem unwahrscheinlich. Ein solcher Hund kann gerade für Schülerinnen und Schüler mit Angst vor Hunden bei vorsichtiger Heranführung eine Chance bedeuten.

 

 

 

Informationen zu unserem Erasmus-Projekt und der Schulpartnerschaft mit Finnland erhalten Sie hier.

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Vielen Dank unseren Förderern: